Audio Poverty // Musik und Armut

Mittwoch, Februar 4, 2009
Von tobi

audio poverty Man kann es erahnen: Heißt das Thema “Musik und Armut”, dann geht es hauptsächlich um…”das Internet”. Denn das Internet macht Labels arm, das Internet macht Journalisten arm, das Internet macht Künstler arm. Dass der hier verwendete Armutsbegriff mindestens einem Fünftel der Weltbevölkerung ins Gesicht spuckt, ist ebenso kennzeichnend für die Diskussion wie deren Grundthese: Seit einigen Jahren ist es für immer weniger Menschen möglich, ausschließlich vom Veröffentlichen, Bewerten oder Schaffen von Musik zu leben.

Damit setzt sich kommendes Wochenende (6./7./8. Februar) die Konferenz Audio Poverty im Haus der Kulturen der Welt auseinander.

Unter der Überschrift “Jenseits des Long Tail” steht am ersten Tag der Musikmarkt im Mittelpunkt, also Labels und Verlage. Die Theorie des Long Tail. die vor allem kleineren Musikverwertern online casino ein Wachstum mit Hilfe des Internets prognostiziert hatte, steht schließlich im teilweise recht krassen Widerspruch zur Realität, in der immer mehr Wohnzimmer-Labels verschwinden. Dieter Gorny, Achim Bergmann und Gudrun Gut nehmen unter Anderen dazu Stellung.

Am Samstag geht es um die “Kritik der Kritik”, also um den Bedeutungsverlust des herkömmlichen Musikjournalismus” in Zeiten des Internets. Pop-Theoretiker-Papst Dietrich Diederichsen hält einen Vortrag dazu, Chris Bohn (Wire), Max Dax (Spex) und einige Andere diskutieren auf dem Podium.

Am Sonntag und gleichzeitig letztem Tag der Konferenz kommen unter “Mode und Verzweiflung” die Künstler selbst zu Wort. Es wird gefragt, wie deren Reaktionen auf die ökonomischen Veränderungen aussehen und ob diese Veränderungen Spuren in deren Musik hinterlassen. Unter anderem sprechen hier Gustav und Sister Fa, die Moderation übernimmt Christiane Rösinger.

Zwischen und nach den Vorträgen und Diskussionen finden mehrere Konzerte statt, unter anderem sind DJ Rupture, Awesometapesfromafrica, Goodiepal, Modofied Toy Orchestra und Quarta 330 dabei.

Das genau Pogramm gibts hier.

Zuletzt zum Preis: Tagestickets kosten 13 Euro (10 Euro erm.), das Festivalticket schlägt mit 30 Euro (26 Euro erm.) zu Buche.

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2 Kommentare zu “Audio Poverty // Musik und Armut”

  1. Anne

    Schon irgendwie witzig, dass eine Veranstaltung, die sich Audio Poverty nennt 13€ pro Tag kostet…

    #185
  2. The mighty Duck

    Das ist ja genau das Problem der Kultur, dass Leute wie du kein Geld dafür ausgeben wollen. Dewegen werden die Künstler arm.

    #186

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